Diagnosen

Hüfte

Das Hüftgelenk (lat.: Articulatio coxae) ist nach dem Kniegelenk das zweitgrößte Gelenk des Menschen. Es wird aus dem Oberschenkelkopf (Caput femoris) und der Gelenkspfanne, die sich aus Teilen des Darmbein (Os ilium), Schambein (Os pubis) und Sitzbein (Os ischii) zusammensetzt, gebildet.
Die starken Belastungen, denen das Gelenk ausgesetzt ist, sowie die vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten erfordern eine besondere Stabilisierung: die umhüllende Gelenkkapsel sowie der zugehörige Bandapparat sind die jeweils stärksten des menschlichen Körpers.

Hüftgelenksarthrose

Hüftgelenksarthrose, auch als Coxarthrose bezeichnet, ist eine degenerative Erkrankung des Hüftgelenks, bei der die Knorpelschichten verschleißen. Die darunter liegenden Knochen werden folglich einer verstärkten mechanischen Belastung ausgesetzt. Durch die zunehmende Zerstörung des Gelenkknorpels werden letztlich auch die anderen Gelenkstrukturen (Kapsel, Knochen und dazugehörige Muskulatur) geschädigt. Dies ist häufig schmerzhaft und als Folge können zu Gelenkverformungen entstehen.

Ursachen für Hüftgelenksarthrose sind unter anderem Abnutzungserscheinungen, angeborene Fehlstellungen (Dysplasie), Unfälle (bspw. Schenkelhalsfraktur), Infektionen oder aber auch entzündliche Gelenkerkrankungen.

Hüftgelenksdysplasie

Hüftgelenksdysplasie bezeichnet eine Fehlbildung (griechisch: dysplasie) des Hüftgelenks. Da die Gelenkpfanne bei Betroffenen zu flach ausgebildet ist, hat der Oberschenkelkopf unzureichenden Halt und kann bei Bewegungen oder Belastung aus der Pfanne rutschen. Diese abnorme Beweglichkeit führt zu einer Reizung der überaus schmerzempfindlichen Knochenhaut des Pfannenrandes.

Gelockerte Hüftendoprothese

Es ist möglich, dass es nach einem gewissen Zeitraum nach dem ursprünglichen Eingriff zu einer Lockerung des Implantats im Gelenk kommt. Dauernde Bewegung zwischen Gelenkkugel und Pfanne der Hüftendoprothese führt zu einem Verschleiß der Kunststoff- und Keramikanteile des Implantats. Dabei gelangen kleine Abriebpartikel in die Grenzzone zwischen Knochen und Implantat und bewirken schließlich eine Lockerung der Prothese. Zudem unterliegen die Knochenstrukturen altersbedingten Veränderungen, die ebenfalls ursächlich für eine Lockerung sein können.

Typische Symptome einer gelockerten Endoprothese sind Schmerzen und eine Beeinträchtigung der Funktionalität des Gelenks. Unter Umständen ist dann eine Wechseloperation zum Austausch der Hüftgelenksendoprothese erforderlich.

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