Diagnosen

Wirbelsäule

Die Wirbelsäule (lat.: Columna vertebralis) ist das Grundgerüst unseres Körpers. Ihr verdanken wir den aufrechten Gang sowie die Stabilisierung von Kopf und Oberkörper. Sie verbindet alle Teile des Skelettes miteinander und ist die Basis für unsere Bewegungsvielfalt.

Die Wirbelsäule besteht aus 24 Wirbelkörpern, die gemeinsam mit den Wirbelbögen den das Rückenmark umschließenden Spinalkanal bilden. Die Wirbelsäule wird im Wesentlichen in drei Abschnitte untergegliedert: Die oberen sieben Wirbelkörper bilden die Halswirbelsäule (cervicaler Bereich), die anschließenden zwölf Wirbelkörper werden als Brustwirbel (thorakaler Bereich) und die letzten fünf Wirbelkörper als Lendenwirbel (lumbaler Bereich) bezeichnet. Ferner gibt es noch die verschmolzenen Wirbel des Kreuzbeins (sakraler Bereich) und des Steißbeins.

Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern befinden sich die Bandscheiben, die die Funktion eines Stoßdämpfers übernehmen und somit die Flexibilität der Wirbelsäule garantieren. Sie ermöglichen Streck-, Beug- und Drehbewegungen und verhindern ein aufeinander Reiben von Knochen auf Knochen.
Im Laufe unseres Lebens wird die Wirbelsäule starken Belastungen ausgesetzt. Mögliche Folge sind Verschleißerkrankungen, die häufig äußerst schmerzhaft sind und oftmals zu erheblichen Bewegungs- und Stabilitätseinschränkungen führen.

Bandscheibenvorfall

Unter einem Bandscheibenvorfall (lat. Prolaps) versteht man die Verschiebung einer Bandscheibe. Dabei treten Teile der betroffenen Bandscheibe durch den stabilisierenden Faserknorpelring hindurch in den Wirbelkanal ein. Ursächlich ist häufig eine Überbelastung oder Fehlbelastung bei bestehender Vorschädigung der Wirbelsäule. Ein Bandscheibenvorfall kann alle Segmente der Wirbelsäule betreffen. Unterschieden wird zwischen einem cervicalen (Bereich Halswirbelsäule), thorakalen (Bereich Brustwirbelsäule) und lumbalen (Bereich Lendenwirbelsäule) Bandscheibenvorfall.

Ein Bandscheibenvorfall äußert sich typischerweise in starken Schmerzen, die teilweise auch in Arme und Beine ausstrahlen. Manchmal treten Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Lähmungen als zusätzliche Symptome auf.

Führt eine konservative Behandlung (u.a. Physiotherapie, Chiropraktik) nicht zu einer dauerhaften Linderung der Schmerzen, kann ein operativer Eingriff helfen.

Das jeweilige Operationsverfahren richtet sich nach der Lage des Bandscheibenvorfalls, dem betroffenen Wirbelsäulensegment und dem Ausmaß der bestehenden Schädigung.

Siehe auch: Nukleotomie, Bandscheibenprothese, Wirbelkörperfusion, Nucleoplasty

Spinalkanalstenose

Eine Spinalkanalstenose bezeichnet eine Einengung des Spinalkanals. Hierbei handelt es sich um eine degenerativ bedingte Erkrankung der Wirbelsäule.

Durch Alterung der Bandscheiben und die langjährige Belastung der kleinen Wirbelgelenke (Facetten) treten Verschleißerscheinungen auf. Folge sind Knochenwucherungen am Rande der Gelenkflächen, die zu einer Verengung des Gelenkspalts und somit zu einer Einengung des Rückenkanals führen. Dies beeinträchtigt vornehmlich die hier verlaufenden Nerven, die für die Sensibilität und Motorik der Beine verantwortlich sind.

Betroffene können in der Regel nur eine begrenzte Strecke schmerzfrei gehen. Auch haben sie typischerweise Beschwerden beim Bergaufgehen und bei längerem Sitzen. Zudem klagen sie häufig über ein Schweregefühl in den Beinen sowie Sensibilitätsstörungen beim Gehen.

Je nach Ausmaß der Beschwerden und Einschränkungen kann ein operativer Eingriff erforderlich sein.

Siehe auch: Dekompression, Nukleotomie, Wirbelkörperfusion

Osteochondrose

Die Osteochondrose bezeichnet eine Veränderung des Bandscheibenknorpels (griechisch: Knorpel - chondron) mit einhergehender Auswirkung auf die angrenzenden knöchernen Wirbelkörper (griechisch: Knochen - osteon).

Hervorgerufen wird diese degenerative Erkrankung durch den Verschleiß der Bandscheiben, der in der Regel durch eine dauerhafte Überbelastung hervorgerufen wird. Zudem unterliegen die Bandscheiben natürlichen Alterungsprozessen, die zu einem Verlust der Elastizität und der Höhe führen. Aufgrund dessen büßen sie zunehmend ihre Funktion als „Stoßdämpfer“ ein.

Durch den Höhen- und Elastizitätsverlust werden die angrenzenden Wirbelkörper stärker belastet und die Stabilität des betroffenen Bewegungssegments beeinträchtigt. Die Wirbelkörper reagieren hierauf mit einer Zunahme der Knochendichte.

Abhängig von ihrer Lokalisation bewirken die veränderten Wirbelkörper Nacken- oder Kreuzschmerzen und führen zu einer Verspannung der Muskulatur. Bei fortschreitender Erkrankung kann es zu einer Einengung des Spinalkanals (Spinalkanalstenose) kommen.

Instabilität der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule ist im Laufe des Lebens vielen Belastungen ausgesetzt, die degenerative Veränderungen auslösen können. Diese können im zunehmenden Alter zu einer Instabilität von einzelnen Abschnitten der Wirbelsäule führen.

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